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Geologie

Buntsandstein soweit man blickt
Der Buntsandstein des Spessarts entstand vor 245 Millionen Jahren, als sich Mitteleuropa auf Höhe des Äquators und somit im Trockengürtel der Erde befand. Große, sich ständig ändernde Flusssysteme spülten riesige Sandmassen von angrenzenden Gebirgen und Erhöhungen.

 


Bis zu 700 Meter hoch türmten sich diese Sandschichten im Spessart. Über Millionen von Jahren wurden sie durch Druck, Temperatur und chemischen Prozessen zu Sandstein verfestigt. Das Mineral Eisenoxid sorgt für die rötlich-braune Färbung des Buntsandsteins.


In seinem Kern ist der Spessart ein Buntsandstein –Mittelgebirge, die Böden nährstoffarm und sauer. Geologischen Randerscheinungen sind etwa die Gneise und Glimmerschiefer des Vorspessarts, der Basalt und Muschelkalk im Schlüchtener Becken und das geologische Fenster im Biebergemünd.

 

Insgesamt steht man im Spessart auf Buntsandstein und blickt auf Buntsandstein. Das Gestein ist in fast allen alten Spessarthäusern verbaut, den Prachtbauten und den kleinen Bauernhäusern.

 


Die Arbeit in den Buntsandsteinbrüchen war hart und gefährlich. Der Stein musste aus dem Felsen gebrochen, grob behauen und zu Mauersteinen geschlagen oder kunstvoll vermauert werden. Durch das Zerkleinern des Gesteins entstand viel Staub, der sich bei den Arbeitern in den Lungen absetzte. Die Lebenserwartung war entsprechend gering.