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Flora und Fauna des Naturparks Hessischer Spessart

Pflanzen

Die Pflanzenwelt zeigt gegenüber den Nachbargebieten deutliche Unterschiede. Das liegt vor allem am geologischen Aufbau des Spessarts: dem Buntsandstein.

 

In den großen Waldgebieten ist ein hoher Laubholzanteil anzutreffen. Große Eichen- und Buchenbestände und umfangreiche Mischwälder prägen die Mittelgebirgslandschaft des Spessarts.

 

Als Bodendecker finden wir häufig Heidelbeere, Heidekraut und Waldmeister, an feuchten Waldrändern die schwarze Flockenblume und den Waldgamander. An trockenen Lichtungen wächst die Drahtschmiele, in Staunässelagen das Pfeifengras. Stark verbreitet und Leitpflanze ist die Hainsimse.

 

 

Vielfältige Moosarten sind in den Niederungen und an schattigen Hangwegen zu finden: Lebermoos, isländisches Moos, Besen- Peitschen- und Doppellattmoos. Auch der Bärlapp ist häufig zu finden. Bei den Farnen ist der Adlerfarn verbreitet, des weiteren ist der Rippen- und der Bergfarn zu finden.

 

Eine Besonderheit sind die extensiv genutzte Grünlandflächen, Waldwiesen, Magerrasen und arten- und blütenreiche Wiesen des Berglandes mit einem hohen Anteil von seltenen Borstgrasarten.

 

Auch wegen des Orchideenreichtums und anderer seltener Pflanzen auf den Muschelkalk-Magerrasen kommen viele Besucher in den nördlichen Teil des Naturparkes.

 

Ein weiterer Besuchermagnet ist die geschützte Schachblume (Fritillaria meleagris) im Sinngrund, die als botanische Rarität gilt. Zur Blüte im April findet jährlich das beliebte Altengronauer Schachblumenfest statt.

 

Tierwelt

Der hohe Waldanteil des Spessarts ermöglicht ein zahl- und artenreiches Vorkommen unserer freilebenden Tierwelt. So ist das Rotwild in den großen und geschlossenen Waldgebieten reichlich vertreten, ebenso auch das Schwarzwild, das für den Wanderer jedoch nur selten zu sehen ist, da es sich tagsüber in den Dickungen verborgen hält. Füchse, Marder und Dachse sind eher, der nachtaktive Waschbär und die scheue Wildkatze nur sehr selten zu sehen.

 


Der Biber ist nach seiner erfolgreichen Wiederansiedlung in den Bachtälern wieder häufig an seinen Spuren zu sehen.

 

Der Auerhahn ist selten geworden. Bei den Tag-Greifvögeln ist der Bussard häufig, aber auch Milane, Habichte, Falken und Sperber sind zu beobachten. Der häufigste Nacht-Greifvogel ist der Waldkautz neben der Waldohreule, dem Rauhfußkautz und der Schleiereule (in Dorfnähe).

 

 

Der Specht, der dem Spessart seinen Namen hab (Spechts-Hardt), ist zahlreich und in vielen Arten vertreten: Schwarzspecht, Buntspecht, Mittel-, Grün und Grauspecht. Verbreitet sind die Wildtauben: Ringel-, Turtel- und Türkentauben. Nicht nur der Eichelhäher, auch der aus Sibirien eingewanderte Tannenhäher ist häufig zu beobachten.