Naturpark Hessischer Spessart
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Wie sich Freiwillige im Naturpark engagieren

20. 04. 2022

Rund 500 Kilometer Wanderwege - Freiwillige unterstützen das Naturpark-Team bei der Instandhaltung - weitere Wegepaten gesucht

Im Naturpark Hessischer Spessart gibt es insgesamt rund 500 Kilometer zu erwandern. Dabei reicht das Angebot vom Fernwanderweg „Spessartbogen“, der sich über 90 Kilometer von Langenselbold bis Schlüchtern erstreckt, hin zu neun Rundwanderwegen, den „Spessartfährten“ und mehr als 40 Spazierwanderwegen, den „Spessartspuren“.

Die Instandhaltung dieses Streckennetzes ist für den Naturpark eine große Herausforderung, die ohne die Unterstützung durch Freiwillige gar nicht zu stemmen wäre. Umso wichtiger sind dem Naturpark Austauschtreffen mit den Wegepaten. Aus diesem Grund hatte der Naturpark alle Personen, die bereits eine Strecke betreuen und solche, die gerne Wegepate werden möchten, eingeladen, damit sie die Aufgaben kennenlernen beziehungsweise ihre Kenntnisse auffrischen konnten.

Während einer gemeinsamen Wanderung auf der Spessartspur „Merneser Jossatal“ erläuterten Naturpark-Mitarbeiter Georg Dederich und Wanderführer Micheal Stange die Aufgaben eines Wegepaten.

Sie erklärten, warum in kurzen Abständen Schilder aufgestellt werden und welche Kriterien erfüllt werden müssen, damit eine Strecke das Zertifikat „Premiumwanderweg“ erhält. Das Deutsche Wanderinstitut hat dafür die wichtigsten Grundregeln aufgestellt: Die Zeichen müssen in dichten Abständen angebracht sein, sodass auch für Ortsfremde und Ungeübte der Wegeverlauf zu erkennen ist. Zudem müssen die Zeichen gut sichtbar sein. „Das ist nicht immer selbstverständlich, etwa im Sommer, wenn die Blätter der Bäume die Markierungen verdecken“, erklärten die Fachleute.

Wegepaten sollten idealerweise die ihnen zugteilte Strecke zweimal jährlich begehen. „Wir können als Team nicht ständig auf allen Wegen sein“, verdeutlichte Dederich. Deshalb brauche es Freiwillige, die Markierungen erneuern oder gegebenenfalls freischneiden.

Bei einer abschließenden gemeinsamen Einkehr richtete Wegemanagerin Annika Ludwig noch einmal zusammengefasst die Wünsche und Erwartungen an die Wegepaten. Diese bestehen vor allem darin, die erledigten Arbeiten zu dokumentieren und gegebenenfalls Schäden an die Naturpark-Geschäftsstelle zu melden, damit sie zeitnah behoben werden können.

Aktuell gibt es im Naturpark einige Streckenabschnitte, die noch einen Wegepaten suchen. Wer Interesse an der Tätigkeit hat und einen Beitrag leisten will, dass die Wanderwege im hessischen Spessart weiterhin attraktive Freizeitangebote bleiben, kann sich gerne per E-Mail an info@naturpark-hessischer-spessart.de wenden.

 

Bild zur Meldung: Treffen mit Wegepaten - Naturpark-Mitarbeiter Georg Dederich (l.) erklärt, was zu tun ist