Naturpark Hessischer Spessart
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Verbandsversammlung - Vorstand und Beirat neu gewählt - Rückblick und Ausblick auf Projekte

23. 02. 2022

Der Naturpark Hessischer Spessart ist ein kommunaler Zweckverband, bestehend aus dem Main-Kinzig-Kreis und 15 Mitgliedskommunen. Ein wichtiges Gremium ist die Verbandsversammlung, die den Haushalt, die Satzung und die Höhe der Umlage beschließt. In der ersten konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl wurde Armin Bandilla  aus dem Gremium verabschiedet. Die Verbandsvorsitzende Susanne Simmler überreichte ihm ein Präsent aus regionalen Spezialitäten. Bandilla fungierte seit über 20 Jahren als Vorsitzender der  Verbandsversammlung. Er habe in dieser Zeit vier Naturparkvorsitzende und drei Geschäftsführer durchlebt, so lautete die Bilanz der Verbandsvorsitzenden Susanne Simmler. „Du warst immer im Sinne des Naturparks agierend und hast Dich mit Herzblut engagiert, das war immer zu spüren“, würdigte sie das Wirken Bandillas. Dieser sprach in seinem Rückblick von schwierigen Anfängen. Die Zusammenarbeit mit dem Naturpark im bayerischen Spessart und mit anderen Vereinen und Verbänden hätten jedoch gut funktioniert. „Viele Projekte wurden in Angriff genommen und es wurde versucht, das meiste umzusetzen“, erinnerte Bandilla. Dies sei in der Bevölkerung sehr gut angekommen.

Kreistagsmitglied Stefan Ziegler wurde als neuer Vorsitzender der Verbandsversammlung gewählt und Matthias Schmitt (Bürgermeister von Biebergemünd) als dessen Stellvertreter.

Das Amt der oder des Vorsitzenden des Zweckverbands Naturpark Hessischer Spessart wird vom Landrat an dessen Vertretung delegiert und bleibt somit in den Händen der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler. Mit vier weiteren Personen bildet sie den Vorstand. In ihren Ämtern als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Frank Soer, Rainer Schreiber und Carsten Ullrich, die Bürgermeister von Flörsbachtal, Jossgrund und Sinntal. Tobias Weisbecker wurde neu in den Vorstand gewählt.

Als Beiratsmitglieder, die dem Zweckverband beratend zur Seite stehen, wurden Hubert Müller, Main-Kinzig-Kreis,  Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, Dr. Oliver Kaiser, Geschäftsführer des Naturparks Spessart e. V. (Bayern) und Katrin Hess (Umweltamt des MKK) bestätigt. Lutz Hofheinz vom Forstamt Hanau-Wolfgang und Michael Stange vom Verein der Naturparkführer wurden neu in dieses Gremium berufen. Die Wahlen erfolgten zügig und einstimmig.

Die turbulenten Zeiten hätten auch im Naturpark Spuren hinterlassen, bemerkte Simmler in ihrem Rückblick auf des Jahr 2021. Der Naturpark habe einen Digitalisierungsschub erfahren und einiges sei neu begonnen worden. Die Grundaufgaben des in 1962 gegründeten Zweckverbandes hätten sich bis heute nur unwesentlich verändert. Die Natur greifbar, fühlbar und sichtbar zu machen, gehöre in Zukunft noch vermehrt zu den Aufgaben des Naturparks, betonte Simmler und lobte die gute Zusammenarbeit aller Institutionen, die es ermöglichten, Projekte wie etwa die „Spazierwanderwege“ umzusetzen. „Dies war gerade in der Zeit, als Corona uns in den Lockdown gezwungen hat, ein Angebot, das Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für jeden bietet“.

Der Naturpark stehe vor herausfordernden Zeiten. Der Fokus der Arbeit werde auf die lokale Entwicklungsstrategie gelegt. Die länderübergreifende Zusammenarbeit funktioniere im Sinne der Region, erklärte Simmler. Ein Projekt habe inzwischen sein Ende gefunden. „Das Mountainbike-Projekt ‚Spessart 8‘ musste leider eingestellt und die Pläne zur Seite gelegt werden“, bedauerte Simmler. Nun wolle man auf hessischer Seite mit anderen Landkreisen und Gebietsdestinationen das Projekt voranbringen. „Es soll uns aber nicht daran hindern, weiterhin länderübergreifende Projekte zu suchen“, betonte die Naturpark-Vorsitzende.

Die Fläche des Naturparks Hessischer Spessart hat sich in 2021 von 74536 auf 94228 Hektar vergrößert. Zwei weitere Gemeinden hätten Interesse bekundet, Mitglied im Zweckverband zu werden.

Simmler betonte, dass sie sich vonseiten des Landes Hessen mehr Förderung der Naturparke wünsche.

Einer Erhöhung der Umlage von 35 auf 55 Cent pro Einwohner stimmten die anwesenden Vertreter der Kommunen geschlossen zu. Dies sei notwendig, nicht nur um allgemeine Kosten zu decken und Preissteigerungen zu stemmen, begründete Naturpark-Geschäftsführer Fritz Dänner den Antrag für diese Maßnahme. Um die Projekte zu unterhalten, seien zusätzliche Stellen für Wegemanagement und Naturpark-Werkstatt geschaffen worden. Somit entstünden zusätzliche Personalkosten.

Für 2022 rücke die Kooperation mit Kindertagesstätten und Schulen in den Fokus, teilte Dänner mit.

Zudem sollen 60 Startpunkte der Mountainbike-Routen digitalisiert werden. Beim laufenden Projekt „Engagement Natur“ bilden Vereine und Verbände ein Netzwerk, um Kräfte zu bündeln. „Ein spannender Prozess, sich zusammen fortzubilden. Man redet miteinander und das ist ganz wichtig“, betonte Dänner.

Joachim Lucas, Vorsitzender des Fördervereins Naturpark Spessart signalisierte seine Bereitschaft, die Projekte zu unterstützen und warb um weitere Förderer.

 

Foto:

Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende des Zweckverbands Naturpark Hessischer Spessart verabschiedet Armin Bandilla, den langjährigen Vorsitzenden der Verbandsversammlung mit einem Präsent.

 

 

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