Naturpark Hessischer Spessart
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Rettungspunkte-App kann Leben retten

17. 02. 2021

Aufgrund von Corona zieht es die Menschen raus in die Natur. Naherholung im Wald ist angesagt. Anlass für das Forstamt Hanau-Wolfgang, die Rettungskette Forst ins Gedächtnis zu rufen. Ursprünglich wurde die hessenweit ausgebaute Rettungskette-Forst eingerichtet, um eine schnelle Erstversorgung der im Wald beschäftigten Menschen zu gewährleisten– ein Treffpunktsystem, von dem auch Waldbesucher profitieren können. Die Rettungskette-Forst trägt dazu bei, dass professionelle Hilfskräfte, wie Rettungsdienst und Feuerwehr, im Notfall auf schnellstem Weg zum Einsatzort gelangen.

Aber wie funktioniert das Ganze?
Ein wesentlicher Bestandteil der Rettungskette-Forst sind die Rettungspunkte: Sie sind an markanten, gut erreichbaren Standorten im Wald eingerichtet. In einem Notfall dienen sie als Treffpunkt für die Rettungskräfte mit der Person, die den Notruf abgesetzt hat.

Die Rettungspunkte sind mit einem einheitlichen grünen Schild mit weißem Kreuz markiert Ihre Kennnummer besteht aus der Abkürzung des jeweiligen Landkreises und einer ein- bis vierstelligen Nummer. Bei einem Notfall im Wald ist der Rettungsleitstelle unter Telefon 112 der nächstgelegene Rettungspunkt mit der auf dem Schild angegebenen Nummer zu nennen.

Woher weiß ich als Waldbesucher, welchen Punkt ich angegeben soll?

Waldbesucher müssen sich entweder den Rettungspunkt merken, an dem sie vorbeikommen. Wesentlich einfacher geht das mit der entsprechenden App, wie z.B. die App "Hilfe im Wald", die man sich auf das Handy herunterladen kann.

Mit der kostenlosen App "Hilfe im Wald" können Waldbesucher den Ihnen am nächsten liegenden Rettungspunkt identifizieren und dort hin navigieren. Für den Notruf zeigt die App die Daten des anvisierten Rettungspunktes an und bietet eine Notruffunktion. Vereinfacht wird die Navigation mit der Darstellung einer Karte bzw. eines Luftbildes. Aber auch wenn der Mobilfunkempfang mal ausfallen sollte, kann man über GPS ermitteln, wo der Notfall sich ereignet hat und sich der nächste Rettungspunkt befindet.

 

Hintergrund:

Über 4300 Rettungspunkte decken die von Hessen-Forst betreute Waldfläche komplett ab und un-terliegen einer regelmäßigen Kontrolle. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Geodaten der Rettungspunkte nicht exakt eingemessen, sondern anhand von Karten verortet wurden. Vor Ort werden die Schilder i. d. R. nicht exakt im Schnittpunkt der angegebenen Koordinaten zu finden sein.

In Hessen besteht die Rettungskette-Forst bereits seit 1997 und ist insbesondere für die im Wald beschäftigten Personen konzipiert, eignet sich aber auch für alle anderen Waldbesucher, um Ret-tungseinsätze zu beschleunigen.

Die App „Hilfe im Wald“ enthält neben den Rettungspunkten von HessenForst auch die Rettungspunkte anderer Bundesländer, wie Bayern, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein. Die App wird ständig weiterentwickelt und aktualisiert, eine Gewährleistung für die Korrektheit der Daten kann nicht übernommen werden.

Quelle: HessenForst (Forstamt Hanau-Wolfgang)

 

 

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