Schritt für Schritt
Gemeinsam auf dem Weg zur Naturpark-Schule1. Kooperationsvereinbarung
Zu Beginn der Auszeichnung "Naturpark-Schule" wird eine verbindliche Kooperations- und Zielvereinbarung zwischen der Schule, dem Schulträger, der Kommune vor Ort und dem Naturpark geschlossen. Dabei werden die Projektpartner festgelegt (z. B. Naturparkführer*innen, lokale Betriebe, Vereine und ehrenamtliche Initiativen aus dem Umfeld der Schule) und die Eckpunkte der Zusammenarbeit definiert. Die Vereinbarung regelt, welche Ziele erreicht werden sollen, welche Maßnahmen umzusetzen sind und wie die anfallenden Arbeiten sowie die Kosten zwischen den Partnern verteilt werden.
2. Verankerung im Schulprogramm
Die in der Kooperationsvereinbarung festgelegten Ziele werden anschließend im Schulprogramm integriert. Dadurch fließen die Praxisangebote des Naturparks in die Unterrichtsgestaltung ein und werden zu einem festen Bestandteil des Bildungsauftrags der Schule. Dies sorgt für eine nachhaltige Verankerung der Naturpark-Themen in der Schulkultur und dient als Unterstützung für die Lehrenden.
3. Entwicklung individueller Lern- & Praxismodule
In Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Naturparkführer*innen werden thematisch passende Lern- und Praxismodule entwickelt. Diese sollen den Anforderungen des Lehrplans und den Bedürfnissen der Schule entsprechen. Die Themen können vielseitig sein, wie z.B. das Anlegen eines Färbergartens und anschließende Bewirtschaftung in der Schulgemeinde, eigene Naturschutzprojekte oder die praktische Auseinandersetzung mit Naturparkthemen wie Wald, Wiese, Bach und regionale Kultur.
4. Durchführung im Unterricht
Die Schüler*innen sollen mindestens einmal im Jahr an einem der entwickelten Lern- und Praxismodule teilnehmen. Dies kann im Rahmen von Projektwochen, Exkursionen oder Studienfahrten erfolgen, aber auch im regulären Unterricht integriert werden. Die praktische Auseinandersetzung mit den Naturparkthemen fördert das Bewusstsein für die Region, Natur und Umweltschutz.
5. Fortbildung für Lehrkräfte
Der Naturpark bietet regelmäßig Fortbildungen und Weiterbildungsangebote für die Lehrkräfte an. Ziel ist es, dass jede Lehrkraft mindestens einmal im Jahr an einer Fortbildung teilnimmt, um sich im Bereich der Naturpark-Themen weiterzubilden und neue Ideen für den eigenen Unterricht zu erhalten.
6. Dokumentation, Evaluation und Auszeichnung
Alle Aktivitäten im Rahmen der Naturpark-Schule werden jährlich dokumentiert, etwa im Jahresbericht der Schule oder in Projektberichten der einzelnen Klassen. Form und Umfang werden in der Kooperationsvereinbarung individuell abgestimmt. Auf Grundlage dieser Dokumentation wird die Schule evaluiert und kann nach dem ersten Jahr die Auszeichnung "Naturpark-Schule" erhalten. Diese hat eine Gültigkeit von fünf Jahren, nach denen eine Rezertifizierung anhand der Jahresberichte erfolgt.
Welche Schulen können mitmachen?
Standort im Naturpark
Voraussetzung zur Teilnahme ist die Lage der Schule in einer Mitgliedsgemeinde des Naturparks Hessischer Spessart. Hierzu gehören folgende Städte und Kommunen:
Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Flörsbachtal, Freigericht, Gelnhausen, Hasselroth, Jossgrund, Langenselbold, Linsengericht, Rodenbach, Schlüchtern, Sinntal, Steinau, Wächtersbach.
Grundschulen (Klasse 1-4)
Ab 2025 können sich die ersten Grundschulen für das Pilotprogramm bewerben. In dieser Phase können Pilotschulen aktiv an der Ausgestaltung der Angebote mitwirken.
Sekundarstufe I+II (Klasse 5-13)
Perspektivisch soll das Programm zunächst als Pilotphase an weiterführenden Schulen starten (voraussichtlich 2027), wobei Pilotschulen aktiv an der Ausgestaltung der Angebote beteiligt werden.
Downloadbereich
Hintergründe, Beispiele und MaterialPDF-Datei
(9 MB)Handbuch Naturpark-Schule (Hrsg. VDN e.V.)
01. März 2015PDF-Datei
(768 KB)