Der Natur auf den "F(V)ersen"

02.11.2017

„Der Natur auf den ‚F(V)ersen‘“, lautete das Motto einer kleinen Wanderung am Sonntag in Burgjoß. Eine überschaubare Zahl an Teilnehmern trotzte dem kalten Wind und begab sich mit Natur- und Landschaftsführer Michael Stange ein Stück entlang der Jossa und der Spessartfährte „Jossgrund-Runde“.

„Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Gehalt bietet“, zitierte Stange den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe beim Start vor der herrlichen Kulisse der Burgmauern. Die Natur sei dem, was sich Menschen ausdenken können, um Längen voraus. Sie sei immer wieder faszinierend und bleibe immer auch ein Rätsel, bewunderte er den bunten Farbenrausch der Blätter, der sich in jedem Jahr anders darstellt. „Blätter sind ein Meisterwerk der Natur, eine Chemiefabrik. Man wird immer wieder Neues herausfinden“, stellte er fest und erklärte die Gründe für den imposanten Farbenwechsel. Er machte er auch einen kleinen Streifzug in die Historie der Wasserburg und ihre Erbauer und erzählte von den sagenumwobenen Flussperlmuscheln, die einst in der Jossa vorkamen. „Wie sich die Jossa durch das Tal schlängelt, ist sie eines der schönsten Flüsschen im Spessart“, schwärmte der Naturparkführer aus Bad Orb.

Unterwegs vermittelte er Wissenswertes aus Biologie, Chemie, Geschichte und Geologie und las an passenden Stellen einige Lebensweisheiten bekannter Lyriker und Dichter vor, die sich mit Witz und Poesie mit der Natur beschäftigt haben wie Heinz Erhardt, Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern. Ein Vers stammte sogar aus eigener Feder. Humorvoll in Reime verpackt, brachten die Texte über den bevorstehenden Winter, den Bach und heimische Tiere die Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln. Auf den Spuren der Wald- und Wiesenbewohner erlebte die Gruppe einen lehrreichen und kurzweiligen Nachmittag.

 

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Der Natur auf den "F(V)ersen"