Projekte des LPV

MainÄppelHaus Lohrberg

Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis wirkt maßgeblich mit beim Aufbau eines regionalen Streuobstzentrums MainÄppelHaus Lohrberg. Im ehemaligen Beratungsgarten Lohrberg in Frankfurt-Seckbach entsteht ein Informationszentrum mit Hofladen und Erlebnisgarten.
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Streuobstwiesen und Fledermäuse

Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt untersuchten wir von 2007 bis Ende 2011 zusammen mit dem Institut für Tierökologie und Naturbildung, inwieweit Fledermäuse die Streuobstwiesen der Region als Lebensraum nutzen und welche Handlungsempfehlungen für Pflegemaßnahmen aus diesem Wissen abgeleitet werden können. [Mehr..]

Streuobst

In über 160 Einzelprojekten unterstützt der Landschaftspflegeverband die Weiterentwicklung von Streuobstgebieten im gesamten Main-Kinzig-Kreis und im angrenzenden Frankfurter Raum. mehr...


Bergwinkelmarkt

Der Bergwinkelmarkt ist ein gemeinsames Projekt der Kommunen des Bergwinkels – Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern, Sinntal und Steinau, des Landschaftspflegeverbandes und von SPESSARTregional. Er findet alljährlich im Herbst statt und soll die Regionalentwicklung im Bergwinkel fördern. Der Markt findet abwechselnd in den vier „S-Gemeinden“ statt. Den aktuellen Ort und Termin entnehmen Sie bitte unserem Terminkalender.

Ein Beispielprojekt des Landschaftspflegeverbands MKK, das die Herzen von Streuobstfans höher schlagen lässt

Nidderau. Familie Baxa hat mit viel Liebe eine neue Streuobstwiese angelegt. 40 neue Bäume wurden am Ortsrand von Nidderau gepflanzt, gerade so, wie es früher üblich war.

Der Entscheidung der beiden Geschwister Baxa vorausgegangen war eine intensive Beratung durch den Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V., in der die für diesen Standort geeignete Sortenwahl besprochen wurde. Doch darüber hinaus als besonderes Schmankerl für die Grundstücksbesitzer wird die Streuobstfläche aus Ökopunkten finanziert, was ebenfalls durch den LPV abgewickelt wurde.

Die Geschwister Baxa sind mit sehr viel Engagement daran gegangen, die einstige Ackerfläche, die stolze 0,65  Hektar groß in einen Streuobstbestand umzuwandeln. Anfangs mussten sie oft und viel Wasser zu den jungen Pflanzen bringen und sie gießen, da sie in der anhaltenden Trockenheit sonst nicht Wurzeln gezogen hätten. Doch war dies der Fürsorge noch nicht genug! Es wurden bei der Einsaat der Fläche bestimmte Bereiche ausgespart, um dort eine besondere Saatmischung auszubringen, die für Wildinsekten besonders schmackhaft ist.

Die Pflanzung  mit einer reinen Pflanzfläche von rund 0,4 Hektar ist bereits im vergangenen Herbst erfolgt, so dass die glücklichen Initiatoren bereits die ersten „Früchte ihrer Arbeit“ genießen können. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sie sich am Ortsrand von Nidderau und genossen sichtlich die Zeit der Apfelblüte. Die Stadt Nidderau begrüßte die Initiative und lobte das Engagement der Privatleute Baxa einerseits, die gute Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband andererseits.

Stephan Zöller, der den Termin für die Stadt Nidderau als Umweltbeauftragter wahrnahm wünscht sich Nachahmer für diese Initiative und sagt für solche bereits jetzt Unterstützung zu. So auch der Landschaftspflegeverband, der für den Herbst bereits Fortbildungen angeboten hat, damit auch die Pflege, die in der Folge so wichtig für den Erhalt des Bestandes ist, fachmännisch und zum besten Nutzen der Pflanzen erfolgen kann. Die nächste konkrete Aktion der Familie Baxa steht bereits an: Das Pflanzen einer Hecke, um den Bestand zu schützen und weiteren Lebensraum für Flora und Fauna zu schaffen, dessen Komplexität das gesunde Funktionieren jedes Streuobstbestandes unterstützen hilft.

Bild von links: Stephan Zöller, Umweltbüro der Stadt Nidderau, Lenny Wagner, Barbara Fiselius (beide LPV), Geschwister Baxa bei einem Besuch auf der neu angelegten Streuobstwiese in Nidderau, die auf 0,4 ha 40 Obstbäume beheimatet.

 

Heckenpflege in Burgjoss als Modellprojekt

Burgjoß. Verwilderte und zugewachsene Flächen wurden gelichtet und so für eine vielseitige Nutzung wieder geöffnet.
 
Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V. hat gemeinsam mit der Kommune, der Naturlandstiftung und Mitgliedern des ehrenamtlichen Reptilienschutzes dieses bislang einzigartige Projekt ins Leben gerufen. Nach einer fachlichen Beratung durch Nikolai Babiniuk vom NABU Mernes erhielt man wertvolle Tipps für den Reptilienschutz, insbesondere hinsichtlich der hiesigen Vorkommen der Schling- und Ringelnatter. Bereits im vergangenen Jahr erfolgte die fachliche Abstimmung nach einer gemeinsam erarbeiteten Konzeption, so dass im Winter die Durchführung eines ersten Abschnitts vorgenommen werden konnte.

Die durchgewachsenen Heckenabschnitte und die durch Kieferanflug zu dicht besiedelte Waldrandfläche wurden durch eine Pflegemaßnahme ausgelichtet und damit wieder offen gestaltet. Das Besondere an dieser Aktion ist: Das Holz, welches durch die Heckenpflege anfiel, wurde als Material in die Hackschnitzelheizung eingespeist. So profitiert man von einem kurzen regionalen Kreislauf, der obendrein für die Gemeinde noch Ökopunkte erwirtschaftet, da die Aktion als Artenschutzmaßnahme angelegt werden konnte.

Endlich konnte das im Naturschutz geradezu gefürchtete Problem einmal durchgewachsener Gehölze praktisch angegangen werden. Die Begutachtung der konkreten Ergebnisse vor Ort führte denn auch auf allen Seiten und bei allen Hauptakteuren zur Zufriedenheit. Hinzu kam die geglückte Kooperation zwischen Naturlandstiftung und Landschaftpflegeverband einerseits und der Kommune und dem ehrenamtlichen Reptilienschutz andererseits. Dass der Probelauf vollständig glückte, ist der Beteiligung von Walter Pollack zu verdanken, der Mitglied in der Naturlandstiftung wie auch dem Landschaftspflegeverband ist. Mit an einem Strang zogen außerdem Helmut Zeh, ebenfalls Naturlandstiftung, Barbara Fiselius, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands, Nikolai Babiniuk (Reptilienschutz) sowie Wolfgang Deuker als Landschaftspfleger. Mit von der Partie ebenfalls Fritz Dänner als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands, während Bürgermeister Rainer Schreiber die politischen Voraussetzungen schaffte, die für die Umsetzung des Projekts notwendig waren. Dieser geglückte Probelauf in Sachen Landschaftserhalt macht Lust auf mehr und soll darum im Interesse von Mensch und Tier fortgesetzt werden.

(v.l.n.r.): Walter Pollack, Helmut Zeh, Rainer Schreiber, Barbara Fiselius, Nikolai Babiniuk, Fritz Dänner